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Sicherheit digitaler Schlüssel

Für viele Fahrer bedeutet ein Autoschlüssel Sicherheit – doch gerade der mechanische Schlüssel birgt die Gefahr des Diebstahls. Öffnen Sie Ihr Auto ohne Schlüssel, stehen dafür mehrere Techniken zur Verfügung. Diese bieten mitunter eine hohe Datensicherheit und vermindern so die Gefahr, dass das Auto durch Hacking angegriffen wird.
 
Das Wichtigste in Kürze
  1. Die Sicherheit von digitalen Autoschlüsseln spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Autodiebstähle und Auto-Hacking.
  2. Die RFID-Technik steht unter Kritik, da dieser virtuelle Autoschlüssel kaum Sicherheit aufweist – das Funksignal kann relativ leicht erweitert werden.
  3. Besonders Öffnungsmechanismen via NFC oder Bluetooth bieten Sicherheit.
  4. Viele Anbieter setzen auf zusätzliche Sicherheitsstandards für den höchstmöglichen Datenschutz.
Auto ohne Schlüssel öffnen: Methoden im Überblick

1. RFID (Radio-Frequency Identification)

Ein Vorreiter in Sachen virtueller Autoschlüssel bediente sich der Funkerkennung RFID. Diese erlaubt den Fahrzeugzugang ohne einen mechanischen Schlüssel mit Hilfe eines Sensors. Den Sensorchip müssen Sie bei sich tragen, damit er ein Signal an das Auto sendet, sobald Sie sich ihm ausreichend nähern. Stimmt das Signal mit dem Fahrzeugcode überein, öffnet sich die Tür. Wenn Sie ein Auto mit Zentralverriegelung ohne Schlüssel öffnen möchten, können Sie dieses mit der Technik nachrüsten.

2. NFC (Near Field Technology)

NFC-Technik kann ebenfalls für den Fahrzeugzugang genutzt werden. Hierfür halten Sie Ihr Smartphone mit NFC-Funktion direkt an den ebenfalls mit NFC-Empfänger ausgestatteten Türgriff des Autos. Das Fahrzeug wird dann automatisch entriegelt. Auch der Start des Motors kann per NFC veranlasst werden, wenn das Telefon in eine spezielle Ladeschale gelegt wird.

3. Schlüsselbox mit Bluetooth

Bei dieser Variante wird die flexible Box im Auto platziert, die Ihren physischen Autoschlüssel enthält. Mit einem Signal per App auf dem Smartphone lösen Sie einen mechanischen Hebel aus, der den Öffnen-Knopf des Schlüssels betätigt. Die Übertragung des Signals erfolgt dabei per Bluetooth und ist vierfach verschlüsselt. Zusätzliche Sicherheit für diesen Autoschlüssel bietet die Möglichkeit, Bluetooth-Geräte zu verbergen. So kann das Bluetooth-Signal des Fahrzeugs nur von authentifizierten Geräten in der Umgebung überhaupt gefunden werden.

 

RFID, NFC und Bluetooth: Sicherheit und Datenschutz im Überblick

Die RFID-Technik stand bereits in der Kritik, da sie durch fehlende Verschlüsselungen von Hackern leicht angegriffen werden kann. Stattdessen reicht es für Autodiebe aus, die Reichweite des Signals zwischen Schlüssel und Auto zu verlängern. Solange sich Benzin im Tank befindet, können Diebe praktisch ungehindert weiterfahren. Eine einfache Gegenmethode ist das manuelle Abschalten der virtuellen Autoschlüssel-Funktion, das aber nicht immer möglich ist. Allerdings rüsten viele Anbieter der RFID-Technik bereits nach, damit die Datensicherheit auch bei dieser Methode gegeben ist.

Die NFC-Sicherheit wird generell als hoch angegeben, so beispielsweise auch beim kontaktlosen Bezahlen. Grund dafür ist die verschlüsselte Übertragung der Signale, die nur innerhalb weniger Zentimeter erfolgt. Autodiebe müssten sich auf diese geringe Distanz nähern, um die Daten für sich nutzen zu können – ähnlich wie bei dem Versuch, Bezahlkarten mit einem fingierten Kartenlesegerät auszulesen. Pro NFC-Vorgang wird ein dynamischer, nicht kopierbarer Code erzeugt. Dadurch wird die Datensicherheit weiter erhöht.

Bluetooth gilt bei der Datenübertragung ebenfalls als sehr sicher, sofern eine Verschlüsselung von Sender und/oder Empfänger vorliegt. Die gesendeten Daten werden dann in einem Challenge-Response-Verfahren validiert, bevor das Fahrzeug geöffnet wird. Es entsteht dabei nur ein kurzer Moment, der einen Zugriff von außen erlauben würde – ein Hacking-Angriff aufs Auto in exakt dieser Sekunde ist sehr unwahrscheinlich.

Und es gibt noch eine Option zur Erhöhung der Sicherheit: Lässt sich das Bluetooth-Modul unter den verfügbaren Bluetooth-Geräten in der Umgebung verbergen, wird es nur in der Auswahl bereits authentifizierter Smartphones angezeigt. Mögliche Angriffe auf das Modul können so verhindert werden.

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